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Arbeitsimmigration

Rumänien durchlebt eine ökonomische und soziale Krise. Massive Einsparungen und Entlassungen von Beschäftigten im Staatsdienst sorgen für Unruhe und großen Unmut in der Bevölkerung.

Arbeitsimmigration: Eine Generation von Kindern ohne Eltern

In Rumänien wächst eine ganze Generation bei Großeltern oder Nachbarn auf. Weil die Eltern für ihre Jobs ins Ausland müssen, oft für Jahre, und ihre Kinder nicht mitnehmen können.

EU-Waisen, die bei Großeltern, Verwandten oder Nachbarn aufwachsen, weil ihre Eltern im Ausland arbeiten, gibt es in vielen Ländern Osteuropas. Rumänien, das zu den ärmsten zählt und aus dem sich Investoren gerade wegen der aktuellen Krise verstärkt zurückziehen, ist davon besonders betroffen.

Seit 2007 ist Rumänien in der EU, geschätzte 3,4 Millionen Rumänen arbeiten im Ausland, das ist ein Fünftel der Erwerbstätigen. Sie lassen nach einer Erhebung des Kinderhilfswerkes Unicef rund 350.000 Kinder zurück. Bei ungefähr 125.000 Kindern sind beide Elternteile weggegangen.

Auch in unserer Schule sind Kinder, die bei ihrer Oma, manchmal sogar der Ur-Oma aufwachsen müssen, weil die Eltern im Ausland auf Arbeitssuche sind.

Bei der alljährlichen Geschenkaktion zu Weihnachten, wo wir tausende von Kindern in unserer Nordostregion in Schulen und Kindergärten aufsuchen, um ihnen ein Weihnachtsgeschenk zu bringen, treffen wir immer wieder Kinder, deren Augen voller Trauer sind und denen kein Lächeln abzuringen ist.

Das Wissen um ihre Not und Einsamkeit schmerzt, aber es spornt uns auch dazu an, dass wir uns um so viele Kinder wie nur möglich kümmern.

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